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Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
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10-14-2011, 04:37 PM
Beitrag #1
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Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
Die im Forum "Energie und Wasser, Währung der Natur" beschriebene Idee des Vorverkaufs von kommunalen nachhaltigen Infrastrukturleistungen könnte unseren verschuldeten Gemeinden einen Weg bieten, autark zu werden und weniger vom globalen Geldmarkt abhängig zu sein. Vielleicht ist eine solche Wende von unten her sogar am ehesten zu erreichen, wenn man sieht wie starr sich das etablierte System am Leben hält.
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11-01-2011, 07:01 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-01-2011 11:07 PM von Manfred Gotthalmseder.)
Beitrag #2
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RE: Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
Jetzt haben wir über 400 Postings im Forum, und zu meinem "liebsten Kind" hier, hat niemand etwas zu sagen?
Also, stellt euch vor, wir könnten das Geld der Sparer in der Realwirtschaft halten, und es vom Wertpapiermarkt fernhalten, so dass sie nicht Waren aufkaufen, die sie nicht nützen, nur um sie auf gewisse Zeit der Nutzung anderer zu entziehen, bis der Preis passt. Weg von all den Spekulationsgeschäften, weg von der Zinseszinsspirale. All das ohne Gesetze und Regeln, einfach nur, weil es eine attraktivere Geldanlage gibt? Aber welche sollte das sein? Ganz einfach: Die 100% inflationssichere Investition in die Zukunft. Nichts anderes ist es, wenn sich ein Ortsansässiger seine Liter Trinkwasser, seine Liter Müllentsorgung, seine Kilowattstunden Strom und Wärme bei örtlicher nachhaltiger Infrastruktur vorkauft, und damit auch noch deren Errichtung finanziert! Physikalische Währungen wie Liter oder KWh verfallen nicht. Sie bieten dem Geldanleger Sicherheit. Diese Sicherheit wird er nicht aufgeben wollen. Im Alter vererbt er sie seinen Kindern, wenn sie ansässig sind und wenn nicht verkaufen diese sie zurück an die Gemeinde, die sie an den nächsten Hausbesitzer mit Geld verkauft. Und was, wenn die KWh immer weiter vererbt werden bis...auf einmal kein Erbe da ist? Dann war die Investition in die Infrastruktur ein Geschenk an die Gemeinde! Wir können morgen damit beginnen einen solchen Vertrag aufzusetzen, denn er funktioniert in jedem Geldsystem, auch in dem heutigen. Diesen Vertrag schicken wir als Plaupause an alle Gemeinden, und los geht der Umbau unserer Welt in Richtung Nachhaltigkeit! |
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11-01-2011, 11:04 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-22-2011 08:47 PM von Axel Grimm.)
Beitrag #3
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Es scheitert momentan an der Bankenlobby
In Deutschland hat eine Stadt (deren Name ich momentan nicht wiederfinde) sich Geld direkt bei den Bürgeren geliehen (ein echter Geldverleih!). Das in Verbindung mit Leistungen.
Das haben die Banken gar nicht lustig gefunden, die haben gleich die Bafin, die Aufsichtbehörde, auf die Stadt gehetzt. Ergebnis: Verbot des Geldleihens bei den Bürgern. Eine Aufsichtsbehörde, die da gar nichts verloren hat, hat vollständigt gereicht, um diesen Weg erst mal zu beenden. |
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11-02-2011, 03:19 PM
Beitrag #4
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RE: Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
Axel, Defätisten sind verboten :-)
Klar, kann man ein solches Projekt wunderbar stemmen, man muß es nur Bafin-sicher machen. Da könnten wir uns ja von dem Rheingolder beraten lassen, der bei der Bafin führend mitarbeitet. Idee: Bürger zahlen wie bei TelDaFax die Energieleistung im Voraus halb in Euro, halb in Rheingold. Die Rheingold schöpfen die selber und decken die mit ihrer Leistung. Mit den Euro finanzieren die irgendwas, mit den Rheingold das, was die Rheingolder zu bieten haben. Dann haben die Energiekunden schon mal Einkommen, können also die Energiekosten zukünftig gut zahlen. Dem Energieversorgungsunternehmen geht es auch gut. Da gibt es auch noch andere Modelle, wenn die Kunden Miteigentümer des Energieversorgers werden usw. Mit dem Rheingold hat man in jedem Fall einen unglaublichen Hebel, denn Energie brauchen alle. Also wird auch derjenige, der Rheingold nicht denken will, zumindest überlegen, ob er sich seine Energie mit selbstgeschaffenen Rheingold sichert, zumal es ihm potentiell auch noch Einkommen sichert. |
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11-22-2011, 08:39 PM
Beitrag #5
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RE: Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
Liebe Forumsmitglieder, wir können einen ersten Erfolg verzeichnen!
Dieses Projekt der Vorfinanzierung von nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von kWh und Litern geht auf Schiene. Es sind Sponsoren und Rechtsgelehrte gefunden, und es wird ein Vertrag aufgesetzt, den Gemeinden als Grundlage für ihre Projekte verwenden können. Nun liegt es an uns, dieses Vertragskonzept so zu gestalten, dass es nicht missbraucht werden kann. Das bedeutet vor allem, nur Ansässige sollen als Käufer legitimiert sein. Welche weiteren Regeln sind vertraglich festzulegen? Helft uns dies zu durchdenken. http://www.geldmitsystem.org/forums/show....php?tid=4 |
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11-22-2011, 09:26 PM
Beitrag #6
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RE: Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
(11-22-2011 08:39 PM)Manfred Gotthalmseder schrieb: Liebe Forumsmitglieder, wir können einen ersten Erfolg verzeichnen! Hallo Manfred, Was halten sie von der Idee einer Gründung einer demokratischen Bank. Über diesen Weg sollte es funktionieren http://www.demokratische-bank.at/ Gruß |
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11-22-2011, 10:07 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-22-2011 10:10 PM von Manfred Gotthalmseder.)
Beitrag #7
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RE: Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
Hallo Joachim! Dieses Konzept der demokratischen Bank passt doch wunderbar in dein Modell der Kommune als geldschöpfende Einrichtung (Versuchsmodell 4). Du solltest es in deinem Modell erwähnen und den Link hinein nehmen.
Für die Idee einer Vorfinanzierung von kWh und Litern durch örtliche Sparer bedarf es keiner besonderen Bank, denn es bedarf keiner Geldschöpfung, also keines Kredits. Im Gegenteil. Das Geld der Sparer soll von den Banken fern gehalten werden und direkt in die Wirtschaft fließen. Freilich mag die Überweisungen eine Bank vornehmen. Aber letztlich geht es darum das Geld in der Realwirtschaft zu halten, und erst gar nicht in den Finanzmarkt (Wertpapiermarkt) abwandern zu lassen. |
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11-22-2011, 10:07 PM
Beitrag #8
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RE: Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
(11-22-2011 09:26 PM)Joachim Weiß schrieb: Hallo Manfred, Wäre das auch mit einer Komplementärwährung denkbar? |
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11-22-2011, 10:12 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-22-2011 10:14 PM von Manfred Gotthalmseder.)
Beitrag #9
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RE: Finanzierung von kommunaler nachhaltiger Infrastruktur durch Vorverkauf von Leistunge
Komplementärwährungen ersetzen das Geld der Sparer. Eine Basisidee hier besteht darin, die Euro vom Wertpapiermarkt zurück zu holen. Außerdem bedarf technische Infrastruktur großer Unternehmen, die weltweit arbeiten. Da sind Regionalwährungen nicht gut geeignet (Beispiel Solaranlage). Durchdacht gehört in diesem Zusammenhang eher, wie das Modell vor der Macht des Wertpapiermarktes zu schützen ist.
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11-22-2011, 10:29 PM
Beitrag #10
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Ich möchte mal ein kritische Bemerkung anbringen.
(11-22-2011 08:39 PM)Manfred Gotthalmseder schrieb: Liebe Forumsmitglieder, wir können einen ersten Erfolg verzeichnen! Die Einmalkosten und die laufenden Ausgaben müssen getrennt betrachtet und behandelt werden. Nichts ist billiger als das was bezahlt ist. Nutzen die Einwohner einer Gemeinde ihr Geldvermögen, um damit eine kommunale Investition zu bezahlen, dann ist diese Investition schuldenfrei. Das kommt den Bürgern durch geringere Gebühren wieder zugute, da die Kapitalanteile fehlen. Die laufenden Ausgaben dagegen können nicht schon lange vorher bezahlt werden, die fallen im Betrieb und in Form von Gehältern an. Diese Ausgaben sollten und müssen weiterhin durch laufende Einnahmen gedeckt werden. Die kommunalen Betriebe wirtschaften kostendeckend ohne Gewinnabsichten. Das ist heute schon so. Mit einer Bezahlung der Investitionsausgaben und einem Rückfluss der „Geldanlage“ in kwh oder Kubik Wasser muss der Betrieb pleite gehen, denn womit sollen die laufenden Ausgaben gedeckt werden? Bei einem Vorverkauf von kwh und Wasser mit einer langen Bezugsdauer wird die Verschuldung nur in der Zeit verschoben, wegen der laufenden Ausgaben. Das Ziel kann nach meiner Ansicht nur sein, die Verbrauchskosten zu senken und das dauerhaft, da man sich mit so einem Modell autark vom „Markt“ macht. Der Markt ist Gewinn orientiert und wird entweder höhere Kosten in Rechnung stellen oder bei geringeren Kosten zahlen die vermeintlich Günstigen entweder keine angemessenen Einkommen, erhalten Subventionen und/oder haben die Instandhaltung abgeschafft. In einen Vertrag muss das Verbot des Verkaufs an große (inter-)nationale Gesellschaft enthalten sein. Denn sonst kommen die gewählten Volksvertreter auf dumme Ideen für eine Geldbeschaffung, wie es seit Jahren mit den Public-Privat-Partnership zum Teil mit Geheimverträgen erfolgt. Man kann aus dem ganzen auch eine Stiftung machen, dann gehört das Kapital sich selbst und im Zweck der Stiftung wird ein Verkauf ausgeschlossen. Ein andere Weg wäre die Genossenschaft. Jeder Einwohner erwirbt Anteile. Mindestens jedoch die Mindestanzahl im Preis von z.B. 50 Euro. ---------------- Eine andere Betrachtung geht auf die Einwohner. Einige werden das mit dem Überlassen von Geld finanzieren, andere nicht, entweder weil sie es nicht können oder weil sie es nicht wollen und lieber raffen. Im Falle der konstant niedrigen laufenden Rechnungen muss man festlegen, ob nur die Geldgeber die günstigen Gebühren zahlen oder alle. Erhalten nur die Geldgeber die günstigen Gebühren, dann haben diejenigen, die schon vorher nichts geben konnten wieder die hohen Rechnungen, dabei benötigen gerade die Schwächeren die günstigen Rechnungen. Der Zahlungsverweigerer gewinnt, wenn alle die Vergünstigung erhalten. ---------------- Jedes Projekt, das eine Regionalisierung fördert ist gut und richtig. Die Konzentration die gerne mit Effizienz und Effektiv als „besser“ betrachtet wird, ist am Ende schlechter. Die Unabhängkeit der Kommunen muss wieder hergestellt werden. Sobald etwas bezahlt ist, ist der wichtigste Schritt schon getan, die finanzielle Unabhängigkeit. Das geht zwar zu Lasten der „Geldanlagen“ der Kapitalrentner. Das wird jedoch regional durch die günstigsten Preise und den damit geringen Ausgaben wieder kompensiert. So ganz einfach ist die Sache nicht. Wenn man die Geldgeber davon überzeugen kann, das eine dauerhafte Versorgung für alle das Beste ist, dann ist noch ein zweites Ziel erreicht: Die Habenden haben die Nicht-Habenden sozial unterstützt. Ein drittes Ziel ist erreicht, wenn mehr Personen verstanden haben, das wir alle der Staat bzw. die Kommune sind und die Kommune/Staat nicht irgendein ominöser Dritter ist, der mit uns nichts zu tun hat. |
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