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Wie der Staat eine Parallelwährung herausgibt und zum Geldschöpfer wird
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10-14-2011, 08:37 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10-18-2011 10:45 AM von Manfred Gotthalmseder.)
Beitrag #1
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Wie der Staat eine Parallelwährung herausgibt und zum Geldschöpfer wird
Das Modell stammt meines Wissens nach von Ernst Dorfner und dieses Geld ist als Taxos bekannt. http://www.taxos.info/
Ich will hier die Idee in eigenen Worten kurz fassen, wie ich sie verstanden habe. Zunächst gibt der Staat eine Zweitwährung heraus, die er als Steuergutscheine in kleiner Stückelung in Umlauf bringt. Die neue Währung muss erst Vertrauen gewinnen. Dies kann sie, indem sie als Sozialhilfe konzipiert ist, und sozial Bedürftigen gegeben wird. Da diese kaum Steuern zahlen, müssen sie damit bei Geschäftsleuten einkaufen gehen, die solche Scheine brauchen können. Der Wert ist in Euro angegeben, und darf von Gesetz her nicht unterschritten werden. Wird im Volk somit erst einmal mit der neuen Währung gehandelt, so kann deren Menge erhöht werden, zum Beispiel durch Vergabe eines Grundeinkommens. Jeder Mensch sollte so den eigenen Boden unter den Füßen finanziert bekommen (ein Menschenrecht). Ist auch die nun erhöhte Geldmenge (Steuer-Gutschein-Menge) als Währung akzeptiert, kann der Staat beginnen seine Ausgaben jeweils zu einem Teil in dieser Währung zu bezahlen. Die neue Währung wird dem Staat durch Steuern zurückbezahlt und er verwendet sie wieder um zu bezahlen. So wird der Taxo zu Geld. Gerade die verarmten Mittelmeerstaaten könnten so ihr Sozialsystem retten, und die verbliebenen Euroreserven zur Deckung ihrer Schulden nutzen. Denn Euros werden für den inländischen Handel nicht mehr gebraucht. |
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10-18-2011, 10:44 AM
Beitrag #2
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RE: Wie der Staat eine Parallelwährung herausgibt und zum Geldschöpfer wird
Schade, dass es hier noch keinen Reply gibt. Dieses Modell gehört zu meinen zwei Lieblingen, und zwar weil jede Regierung, unabhängig von den Banken und von der EU, es sofort umsetzen kann. Sie kann fließend, ohne irgend einen großen Wechsel, die Geldschöpfung in ihre Hände bringen. Einfach durch diese Parallelwährung.
Das zweite Modell, das ich aus den gleichen Gründen sehr schätze, ist hier zu finden. |
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10-20-2011, 10:37 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10-20-2011 10:38 PM von RobertBlazek.)
Beitrag #3
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RE: Wie der Staat eine Parallelwährung herausgibt und zum Geldschöpfer wird
Ja das könnte jeder Staat tun. In jedem Staat müssten es die Politiker tun. Diese Politiker sind aber keine Experten und suchen daher solche auf um diese um Rat zu fragen. Die Experten finden sie in - Banken!
Muss ich noch mehr schreiben? Aber das die Geldschöpfung in die Hände des Staates gehörte, das zweifelt niemand an - oder? Schon einmal hat ein Mächtiger versucht, die Geldschöpfung für den Staat zurückzuholen. Nicht bei uns. In USA. J.F.Kennedy. Es wurden sogar einige Banknoten gedruckt. Die hat dann Johnson sofort gestoppt Muß ich noch mehr schreiben? |
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11-16-2011, 07:58 PM
Beitrag #4
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RE: Wie der Staat eine Parallelwährung herausgibt und zum Geldschöpfer wird
(10-20-2011 10:37 PM)RobertBlazek schrieb: Aber das die Geldschöpfung in die Hände des Staates gehörte, das zweifelt niemand an - oder? Ich zweifel es an und irgendwie doch nicht, es geht um den Inhalt der Aussage oder die Umsetzung --> Geldschöpfung gehört in die Hände staatlicher Institionen. Ich bin der Ansicht, das jeder die Möglichkeit haben sollte, einen Geldbedarf bei diesen staatlichen Instiutionen realsieren zu können. Der Staat schöpft bei sich selbst, die so entstehenden Zahlen sind Steuergutscheine. Jeder andere muss entweder ansammelen, sich Geld von anderen leihen oder hat die Option bei der staatlichen Institution Geld in die Welt zu setzen mit der Verpflichtung, das erschaffene Geld nach eine Mindesttilungsplan wieder zu tilgen oder schneller. Jedenfall möchte ich nicht auf Sparer angewiesen sein, die mal eben einen Geldstreik veranstalten könnten. Das wäre entschärft durch die Gesellschen Gebühren, doch ob die vermittelbar sind, da habe ich noch so meine Zweifel, bei Vielen ist eine tiefsitzende emotionale Ablehnung vorhanden. Die minimale Veränderung des Wortlauts kann als "Erbsenzählerei" betrachtet werden. Doch was genau heißt staatliche Geldschöpfung? Nur durch den Staat, =Geld, um das sich alle "prügeln" oder bei den staatlichen Einrichtungen, dafür aber für jeden zugänglich. Ich meine: Eine Paralellwährung wäre doch eine Kapitulation des Staats vor den heutigen Schein-Mächtigen ... die Banken. Die Macht hat immer noch die Regierung und die Legislative. |
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11-16-2011, 08:15 PM
Beitrag #5
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RE: Wie der Staat eine Parallelwährung herausgibt und zum Geldschöpfer wird
Nein, die Macht hat nicht die Regierung. Nicht umsonst titelte das ehemalige Nachrichtenmagazin Spiegel "Die Politiker, die Kellner des Kapitals". Das "Kapital" hat die Macht, weil Du dem Kapital die Macht gibst. So einfach ist das.
Rheingold tritt nicht nur für eine Geldschöpfung ein, die allen zugänglich ist, sondern verwirklicht das praktisch. Dummerweise zahlen die Leute lieber 17% oder mehr Zinsen auf ihrem Dispo, um von Souveränität abgehalten zu werden. Die fehlende Freiheit ist denen sogar 17% Strafzins wert. Ist hier im Forum nicht anders. Eine praktische Lösung wird abgewehrt, weil es schöner ist, über Lösungen nachzusinnen, die sich so gestalten sollen, daß Hürden gebaut werden, die nicht überbrückbar sind. Dann zahlt man 17% Zinsen oder erhält 5% für seine Anlagen, beides wird aber nicht hinterfragt, weder das leistungslose Einkommen, noch die Strafzahlung fürs sich falsch im System verhalten. Verhält man sich richtig, winken Renditen, also warum das System hinterfragen? Würde auch die tatsächlichen oder geträumten Spargroschen gefährden. Eine Parallel-Währung wäre die Testierung der bereits erfolgten Kapitulation der Nationalstaaten, um uns endlich klar zu machen, daß weder die Legislative noch die Regierung, sondern das Kapital herrscht. Möglicherweise könnte erst diese Erkenntnis Freiraum schaffen, um zu erkennen, daß nicht Institutionen "da oben", sondern wir die Macht haben. Wir Rheingolder leben das durch das Freisetzen unserer Kaufkraft, schuldfrei als Kunststoffgeld. Wer die Macht nicht haben möchte, sondern abgeben, wie er auch seine Wahlstimme in einer Urne (!) begräbt, der wird mit den Folgen des Euro sicherlich glücklich werden. |
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