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Simulation von Geldsystemen.html
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01-23-2012, 01:11 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01-23-2012 03:56 AM von Joachim Weiß.)
Beitrag #21
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RE: Simulation von Geldsystemen.html
(01-22-2012 10:44 PM)Manfred Gotthalmseder schrieb: Bin gerade auf einen schönen Beitrag von Axel Grimm zum Nullwachstum hingewiesen worden. Da kommt er doch genau auf jene Kurve, die wir bei der Gebühr auf Geld wiederfinden. Warum? Weil Nullwachstum zum Beispiel von Neubauten bedeutet, dass jedes Jahr gleich viele neue Bauwerke hinzukommen. Die Siedlungen wachsen also erst einmal, bis sie eine Größe erreichen, bei der der Verfall, welcher durch die Anzahl der Bauten gestiegen ist, ein ebenso hohes Ausmaß erreicht, wie der Neuzubau pro Jahr. Unter Wirtschaftswachstum versteht man eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Produktion bzw. des gesamtwirtschaftlichen Einkommens. Wirtschaftswachstum entsteht vor allem durch vermehrten Einsatz von Kapital und Arbeit sowie durch Anwendung des technischen Fortschritts. Als Richtwerte dienen in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder das Bruttonationaleinkommen Zur Feststellung des realen Wirtschaftswachstums wird die Preissteigerung (Inflation) herausgerechnet, womit die eigentliche reale Leistungssteigerung der Gesamtwirtschaft gemessen wird. Wenn weiterhin eine Gütersteigerung stattfände, wie Axel behauptet, müsste auch das reale BIP in Preisen steigen. Denn mehr verkaufte Güter heisst auch gesamtwirtschaftliche reale Preissteigerung insgesamt. Also Nullwachstum heisst nicht langfristige Bestandserhöhung insgesamt.denn der Bestandszuwachs muss ja gekauft werden zu realen Preisen. Nun sagt Alex aber, dass ja der Bestand trotzdem zunimmt, weil die alten Güter nicht sofort rosten und der Wohlstand so langfristig steigt, bis die alten Güter verrostet sind Dazu muss gesagt werden, dass vlt der Bestand sich in einem Sektor kurzfrisitg vermehrt, bzw gleich bleibt, aber im anderen Sektoren sinkt. Denn in der Wachstumsrate sind ja nicht nur langlebige Investitionsgüter enthalten. D.h. in anderen Sektoren geht auch mehr kaputt als erhalten bleibt. Bei schwachem Wachstum oder Nullwachstum geht aber gerade im Kapitalgütersegment die Produktion zurück und bleibt nicht gleich. Es werden also nicht jedes Jahr die gleiche Menge Anlagegüter, Häuser u.ä. produziert. Und langlebige Konsumgüter werden meist ausgetauscht gegen alte. Dazu kommen noch die Abschreibungen, die er gar nicht richtig berücksichtig hat. Z.B durch Verschleiß und Abbau, Wertminderung aufgrund des technischen Fortschritts oder wegen Nachfrageverschiebungen etc Kommt eine gewisse Menge an Häusern also hinzu, wird ja vom Altbestand jeweils prozentual z.B 2% abgeschrieben. Das Beispiel mit den Häusern ist sowieso irrealistisch. Wenn 5% neue Häuer gebaut würden vom Altbestand ( 5000 auf 100.000) hiesse das, in 20 Jahren eine Verdopplung aller Städte in Deutschland.:-) Selbst wenn unsere Volkswirtschaft nur Häuser baut, kommen wir aber auf Bestandsabbau: Realistisch wäre nämlich ca max 170.000 jährl. Neubauten ( in guten Zeiten!!) bei einem Altbestand von 20 Millionen Gebäude in Deutschland, also ca 0,9 % Zuwachs. Die Neubauten würden also nicht mal die Hälfte der jährlichen Abschreibung des alten Häusserbestandes ( Afa = 2-3% p.a. ) ersetzen. Dazu kommen noch die Minderungen des Bestandes durch kompletten Abriss, Wertminderung aufgrund des technischen Fortschritts oder wegen Nachfrageverschiebungen etc ( !!!) also nicht nur der Sanierungsbedarf.Wir hätten also jedes Jahr 1-2 % Schwund nur bei den Häusern. Eher mehr. Das können wir nun mit allen Anlagegütern durchspielen Nullwachstum erhöht also nicht den materiellen Wohlstand. Das sind wieder mal Grimms Märchen :-) Genau umgekehrt. Es wird weniger investiert, worauf die Geldmenge sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt, bzw Einkommen sinken. Und mit weniger Einkommen kann sich nicht der materielle Wohlstand, bzw der Bestand steigern.Und schon gar nicht langfritig Es müsste dann eine ganz neue Distribution stattfinden. ( neue Verteilungskämpfe) Nullwachstum heisst auf die Dauer, dass immer mehr Wohlstand schwindet, weil weit mehr abgeschrieben und vernichtet wird, als produziert wird Fazit: Wer nichts wird, wird (Frei-)wirt. Zitat:Und was ihr beide überhaupt nicht versteht, ist wohl, was eine positive Rückkopplung bedeutet. Die endet nicht, bevor es nicht kracht. Transaktionssteuern verhindern da nichts, weil werimmer Gewinne über der Steuer macht, schon wieder in der positiven Rückkopplung drin ist. Nein. Es geht darum, dass überwiegend nicht mehr Zinsen erzielt werden als konsumiert werden. Wir haben nun mal sehr starken Wachstumsbedarf weltweit. Dann müssen sie auch erklären, wie die Güterallokation ( Ressourcenallokation) von statten gehen soll. (außer durch Schenkung) Und es braucht auch noch Geldschöpfung. Nur Direktkredite würden in die Rezession führen Das mit ihrer Gebühr ist Unsinn. Geben sie es einfach zu. Das ist gut ( wenn überhaupt nötig) für kleine Komplementärkreise. Auch bei ihren Gebühren kann man Gewinne nach Steuern machen. Wo ist der Unterschied zu meiner progressiven Abgeltungssteuer z.B ? Sie haben sich zu sehr auf das Gesellgeld eingeschossen und wollen das der VoWI nun überstülpen. Der Trend geht zu Vernetzungen ( Saldierungen) etc.und zu internationalen Vereinbarungen für eine nachhaltige Wirtschaft. Das kann man auch mit dem jetzigen Geldsystem machen, wenn politisch gewollt Wir haben also kein inhärentes Geldproblem sondern exogene Probleme Gruß |
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