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Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen
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10-14-2011, 04:28 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10-14-2011 04:30 PM von Manfred Gotthalmseder.)
Beitrag #1
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Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen
Was wir heute als Geld kennen, sind spekulative Währungen. Das bedeutet, deren Wert beruht auf Übereinkunft. Wenn die Leute daran zweifeln, dass die Bank das Geld auch hat, das sie in die Bücher schreibt, und statt Buchgeld Bargeld haben wollen, verliert Buchgeld seinen Wert. Genaugenommen ist selbst Gold eine spekulative Währung, da es kaum nützlich ist.
Ein dauerhaft stabiles (nachhaltiges) Geldsystem muss auf einer Ressource beruhen, die immer benötigt wird, aber flüssig austauschbar ist. Es gibt tatsächlich drei derartige Ressourcen: Energie, Wasser und Arbeitszeit. Durch Vorverkauf von kommunalen Leistungen (Trink- und Abwasser, Energieversorgung und Dienstleistungen) in Form von klein gestückelten Gutschriften auf Liter, Kilowattstunden und Arbeitsstunden, könnte eine solche Währung in Umlauf gebracht werden. Die Kommune finanziert damit nachhaltige Infrastruktur, die dann tatsächlich Energie und Wasser liefert. Ein reicher Mensch kann somit sein restliches Leben teilweise absichern, denn diese physikalischen Einheiten verfallen nicht in ihrem Wert. Gleichzeitig finanziert er die Infrastruktur für andere mit. Allerdings wären die Gutschriften auf lokale Infrastruktur begrenzt, also Regionalwährungen. Sie könnten nicht in Wüstenländern als Zahlungsmittel exportiert werden, die das Wasser dann nicht liefern können. Von den drei genannten ist nur die Arbeitszeit als globale Wechselwährung denkbar. |
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10-18-2011, 10:39 AM
Beitrag #2
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RE: Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen
Wenn Gemeinden beginnen den ansässigen Sparern Geldanlagen in Form von KWh, Litern oder Stunden zu verkaufen, so bleibt deren Geld vom Finanzmarkt fern. In großem Stil gedacht, ist dies also auch ein Mittel, um diesen viel zu groß gewordenen Geldanlagemarkt auszutrocknen.
Wie können wir eine solche Wende fördern? Zunächst bedarf es eines Rechtsgelehrten, der sich dafür begeistern kann, einen solchen Vorverkaufsvertrag aufzusetzen. Wenn Gemeinden dieses Finazierungspapier zur Verfügung gestellt bekommen, so werden sie es nützen. Wir müssen es dann nur noch über bereits vorhandene Organisationsstrukturen verteilen lassen, damit es auch bis zu jedem Bürgermeister findet. Hilfreich wäre natürlich eine Finanzierung des Anwaltes und der Verteilung. Hat eine bereits existierende Institution Interesse hier etwas Geld hinein zu stecken? Fragt einmal herum! |
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10-18-2011, 10:40 AM
Beitrag #3
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RE: Energie, Wasser und Arbeitszeit als Geldanlagen / Was wir tun können
Wenn Gemeinden beginnen den ansässigen Sparern Geldanlagen in Form von KWh, Litern oder Stunden zu verkaufen, so bleibt deren Geld vom Finanzmarkt fern. In großem Stil gedacht, ist dies also auch ein Mittel, um diesen viel zu groß gewordenen Geldanlagemarkt auszutrocknen.
Wie können wir eine solche Wende fördern? Zunächst bedarf es eines Rechtsgelehrten, der sich dafür begeistern kann, einen solchen Vorverkaufsvertrag aufzusetzen. Wenn Gemeinden dieses Finazierungspapier zur Verfügung gestellt bekommen, so werden sie es nützen. Wir müssen es dann nur noch über bereits vorhandene Organisationsstrukturen verteilen lassen, damit es auch bis zu jedem Bürgermeister findet. Hilfreich wäre natürlich eine Finanzierung des Anwaltes und der Verteilung. Hat eine bereits existierende Institution Interesse hier etwas Geld hinein zu stecken? Fragt einmal herum! |
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10-20-2011, 11:00 PM
Beitrag #4
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RE: Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen
Grundsätzlich begrüße ich die Idee von Parallelwährungen. Allerdings steige ich beim Wasser aus. Derzeit ist das Wasser einerseits das kostbarste Gut und gleichzeitig doch sehr kostengünstig. Für viele "Mieter" ist das Wasser auch ziemlich unsichtbar in den Betriebskosten versteckt. Ich meine, Wasser gehört zu jenen Ressourcen, die man möglichst nicht antasten sollte. Wenn das Wasser einmal auf einem Zettelchen steht, kann es auch gehandelt und verknappt werden.
Beim Strom sehe ich das schon anders. Die Bereitschaft der öffentlichen hand allerdings, hier ein Quäntchen Macht aus der Hand zu geben, die sehe ich wieder nicht. Habe vor Kurzem Photovoltaik-Anlage bei mir montiert. Die Monatge hat einen Tag gedauert, das Prozedere 5 Monate und ich muss jetzt 5 Jahre Berichte abgeben, weil ich Förderung in Anspruch genommen habe. Von dem kärglichen Ertrag behält der Konzern "Verbund" pro Monat 5 € Zählergebühr ein "für erhöhte Abrechnungskosten" (das sind etwa 15-20% des Ertrags!). Gleichzeitig wird der Strom aber nur um 10 cent zurückgenommen und ich zahle 18 dafür. Also wirklich großes Interesse sehe ich nicht, diese Energieform zu fördern. Aber die Anbieter sind ja größtenteils Konzerne, die privatwirtschaftlich verwaltet werden, auch wenn sie in öffentlicher Hand sind. Und die öffentliche Verwaltung ist auch der Bremser dabei. Ich sehe da eine gewisse Methode dahinter. Ob jetzt diese Scheu auch den Willen abbremst, Strom zu einer Parallelwährung zu machen, kann ich derzeit nicht erahnen. Auch denke ich, dass hier ein zu kleines Volumen im Raum steht, um es wirken zu lassen. |
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11-01-2011, 01:40 PM
Beitrag #5
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RE: Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen
Im Modell des http://www.tauschring-ww.de ist die Energie der Maßstab des Geldes. Allerdings wird dort die Energie in einem anderen Zusammenhang gesehen. Details dazu unter http://www.tauschring-ww.de/Der%20Masstab.pdf
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11-01-2011, 05:35 PM
Beitrag #6
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RE: Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen
Habe mir den Text durchgesehen, und Sie sprechen damit natürlich etwas an, das ich in meinem Buch auch erwähne. Viele Menschen glauben wir hätten die Weisheit mit dem Löffel gegessen, weil unser materieller Wohlstand so hoch ist, im Vergleich zu historischen Zeiten (zumindest hier im Westen). Dies beweise, dass die Demokratie kombiniert mit freier Marktwirtschaft die beste Herrschaftsform sei.
In Wirklichkeit hätte ein König mit der heutigen Technologie und extremen Ausbeutung von Ressourcen aller Art (auch Arbeitskraft fremder Länder) die enormen Geldmengen gar nicht verprassen können, die heute in Summe allen Managern als Boni und Sonderzahlungen zufliegen. Was die Börse der Realwitschaft an Leistung entzieht, ist höher als jegliche Aristokratie jemals zuvor abgezogen hat. Der Wohlstand der Masse ist trotzdem noch da, denn die Leistung der Wirtschaft durch Ausbeutung aller Ressourcen ist derart hoch. Aber das ist ein vorrübergehender Zustand, wenn wir das System nicht grundlegend ändern. |
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11-01-2011, 05:57 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-01-2011 05:57 PM von Manfred Gotthalmseder.)
Beitrag #7
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RE: Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen
Herr Musil, ich habe einen Text von Ihnen im Forum zur Diskussion gestellt:
http://geldmitsystem.org/forums/showthread.php?tid=91 Ich sehe das ja etwas kritisch.... |
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01-20-2012, 04:24 PM
Beitrag #8
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| RE: Energie, Wasser und Arbeitszeit als reale Währungen | |||
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