01-02-2012, 02:15 PM
http://www.global-change-2009.com/blog/g...g/2012/01/
Die Worte “Geld” bzw. “Geldmengen” sollte man wegen Doppeldeutigkeit in volkswirtschaftlichen Betrachtungen bitte gar nicht mehr verwenden. Wie soll man denn wissen, ob der Mitdiskutant gerade zu Zahlungsmittel-Mengen oder Geldvermögens-Summen vorträgt? Es sollten bitte die Begriffe Geldvermögen und Zahlungsmittel verwendet werden, bei den Zahlungsmitteln ist es dazu wichtig, den Nutzerkreis zu definieren. Es sollte also geklärt werden, ob über Banken-Zahlungsmittel(Zentralbankguthaben) oder Nichtbanken-Zahlungsmittel (z.B.Geschäftsbankenguthaben, verbriefte Zentralbankguthaben/Bargeld) gesprochen wird.
Definition Geldvermögen
Zahlungsmittelbestände* + Forderungen abzgl. Verbindlichkeiten.
*als Summe “umlauffähiger” Forderungen wie Kassenbestände und Sichtguthaben, nicht zu verwechseln mit Zahlungsmittelmengen welche die freien Kreditlinien enthalten
Definition Zahlungsmittel
„monetisierte“ Forderung – eine durch vom Nutzerkreis akzeptierte Zusatzbesicherung und sofortige Verfügbarkeit „umlauffähig“ gemachte Forderung gegen einen Wirtschafter.
Die Unterschiede sind bei der Problemanalyse sehr wichtig, sprechen wir über Schuldenkrise, reden wir zuerst über ein realwirtschaftliches Geldvermögensproblem und nicht zuerst über ein Zahlungsmittelproblem.
Das Geldvermögensphänomen „Kauf“ und das Zahlungsmittelphänomen „Bezahlung“
Wenn ein Wirtschafter etwas verkauft, entsteht eine Forderung an einen Käufer.
Beispiel:
A verkauft an B zu 100,
A legt eine Rechnung zu 100 an B
Die Forderung zu 100 an B ist jetzt das gestiegene Geldvermögen von A. Das Geldvermögen von B ist um exakt diese 100 gefallen, denn er hat ja eine zusätzliche Verbindlichkeit zu 100. Da kein Kauf ohne Verkauf möglich ist, ist die Summe der Geldvermögen immer Null, die positiven Geldvermögen der Einen sind die negativen Geldvermögen(Schulden) der Anderen.
Dies hat mit dem Zahlungsmittelsystem erst mal gar nichts zu tun, sondern ist ein realwirtschaftlicher Kauf/Verkauf Vorgang. Dies nur mal allen „Geldreformern“ ins Stammbuch, welche das Geldvermögensphänomen der Verschuldung durch eine Zahlungsmittelreform völlig aus dem Wirtschaftssystem entfernen wollen.
Ein positives Geldvermögen eines Wirtschafters ist immer eine Überschuss seiner Verkäufe(Einkommen) über seine Käufe, positive Geldvermögen = Verkaufsüberschuss.
Ein negatives Geldvermögen von Wirtschaftern, auch Verschuldung genannt, ist immer ein Überschuss der Käufe über die Verkäufe(Einkommen), Verschuldung = Kaufüberschuss
Das Geldvermögen der Wirtschafter ändert sich also durch realwirtschaftliche Vorgänge und nicht durch Vorgänge in einer Bank.
Bezahlung ist ein geldvermögensneutraler Vorgang
Nun zahlt B seine Rechnung an A mit Zahlungsmitteln zu 100. Dieser Vorgang ist geldvermögensneutral. Zwar sinken die Zahlungsmittelbestände bei B so wie diese bei A steigen. Gleichzeitig sinken aber die Verbindlichkeiten von B so wie die Forderungen von A.
Natürlich gibt es Rückwirkungen zwischen Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen. So wird die Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln und Kredit das Eingehen von Kaufüberschüsse beeinflussen. Nur besteht KEIN mathematisch strenger Zusammenhang zwischen den Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen.
Kaufüberschüsse können auch unter Hinnahme eines geringeren Zahlungsmittelbestands oder durch Kündigung von Festgeldanlagen erfolgen. Verkaufsüberschüsse müssen nicht zu einer Vergrößerung des Zahlungsmittelbestandes führen, evtl. werden die Einzahlungen bei der Bank ja mit Frist festgelegt und damit de-monetisiert. Die logisch strengen Zusammenhänge bestehen vielmehr zwischen den Kaufüberschüssen und den Verkaufsüberschüssen. Da Verschuldung aber ein Kaufüberschussproblem ist, können wir uns in den Folgebeiträgen diesem aktuell so wichtigen Thema mit rein logischen und allgemeingültigen Bezügen zu den Verkaufsüberschüssen nähern. Dabei werden wir aber auch sehen, welche wichtige Rolle hier die Kredittilgungen als aus Vorperioden determinierte Verkaufsüberschüsse spielen.
Die Worte “Geld” bzw. “Geldmengen” sollte man wegen Doppeldeutigkeit in volkswirtschaftlichen Betrachtungen bitte gar nicht mehr verwenden. Wie soll man denn wissen, ob der Mitdiskutant gerade zu Zahlungsmittel-Mengen oder Geldvermögens-Summen vorträgt? Es sollten bitte die Begriffe Geldvermögen und Zahlungsmittel verwendet werden, bei den Zahlungsmitteln ist es dazu wichtig, den Nutzerkreis zu definieren. Es sollte also geklärt werden, ob über Banken-Zahlungsmittel(Zentralbankguthaben) oder Nichtbanken-Zahlungsmittel (z.B.Geschäftsbankenguthaben, verbriefte Zentralbankguthaben/Bargeld) gesprochen wird.
Definition Geldvermögen
Zahlungsmittelbestände* + Forderungen abzgl. Verbindlichkeiten.
*als Summe “umlauffähiger” Forderungen wie Kassenbestände und Sichtguthaben, nicht zu verwechseln mit Zahlungsmittelmengen welche die freien Kreditlinien enthalten
Definition Zahlungsmittel
„monetisierte“ Forderung – eine durch vom Nutzerkreis akzeptierte Zusatzbesicherung und sofortige Verfügbarkeit „umlauffähig“ gemachte Forderung gegen einen Wirtschafter.
Die Unterschiede sind bei der Problemanalyse sehr wichtig, sprechen wir über Schuldenkrise, reden wir zuerst über ein realwirtschaftliches Geldvermögensproblem und nicht zuerst über ein Zahlungsmittelproblem.
Das Geldvermögensphänomen „Kauf“ und das Zahlungsmittelphänomen „Bezahlung“
Wenn ein Wirtschafter etwas verkauft, entsteht eine Forderung an einen Käufer.
Beispiel:
A verkauft an B zu 100,
A legt eine Rechnung zu 100 an B
Die Forderung zu 100 an B ist jetzt das gestiegene Geldvermögen von A. Das Geldvermögen von B ist um exakt diese 100 gefallen, denn er hat ja eine zusätzliche Verbindlichkeit zu 100. Da kein Kauf ohne Verkauf möglich ist, ist die Summe der Geldvermögen immer Null, die positiven Geldvermögen der Einen sind die negativen Geldvermögen(Schulden) der Anderen.
Dies hat mit dem Zahlungsmittelsystem erst mal gar nichts zu tun, sondern ist ein realwirtschaftlicher Kauf/Verkauf Vorgang. Dies nur mal allen „Geldreformern“ ins Stammbuch, welche das Geldvermögensphänomen der Verschuldung durch eine Zahlungsmittelreform völlig aus dem Wirtschaftssystem entfernen wollen.
Ein positives Geldvermögen eines Wirtschafters ist immer eine Überschuss seiner Verkäufe(Einkommen) über seine Käufe, positive Geldvermögen = Verkaufsüberschuss.
Ein negatives Geldvermögen von Wirtschaftern, auch Verschuldung genannt, ist immer ein Überschuss der Käufe über die Verkäufe(Einkommen), Verschuldung = Kaufüberschuss
Das Geldvermögen der Wirtschafter ändert sich also durch realwirtschaftliche Vorgänge und nicht durch Vorgänge in einer Bank.
Bezahlung ist ein geldvermögensneutraler Vorgang
Nun zahlt B seine Rechnung an A mit Zahlungsmitteln zu 100. Dieser Vorgang ist geldvermögensneutral. Zwar sinken die Zahlungsmittelbestände bei B so wie diese bei A steigen. Gleichzeitig sinken aber die Verbindlichkeiten von B so wie die Forderungen von A.
Natürlich gibt es Rückwirkungen zwischen Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen. So wird die Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln und Kredit das Eingehen von Kaufüberschüsse beeinflussen. Nur besteht KEIN mathematisch strenger Zusammenhang zwischen den Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen.
Kaufüberschüsse können auch unter Hinnahme eines geringeren Zahlungsmittelbestands oder durch Kündigung von Festgeldanlagen erfolgen. Verkaufsüberschüsse müssen nicht zu einer Vergrößerung des Zahlungsmittelbestandes führen, evtl. werden die Einzahlungen bei der Bank ja mit Frist festgelegt und damit de-monetisiert. Die logisch strengen Zusammenhänge bestehen vielmehr zwischen den Kaufüberschüssen und den Verkaufsüberschüssen. Da Verschuldung aber ein Kaufüberschussproblem ist, können wir uns in den Folgebeiträgen diesem aktuell so wichtigen Thema mit rein logischen und allgemeingültigen Bezügen zu den Verkaufsüberschüssen nähern. Dabei werden wir aber auch sehen, welche wichtige Rolle hier die Kredittilgungen als aus Vorperioden determinierte Verkaufsüberschüsse spielen.