11-11-2011, 12:38 PM
Ihr kennt diesen Spruch: "Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten."
Eine Bank war für mich früher eine Institution, die schaut, dass das Geld in Umlauf bleibt. Mein Vater, ein Geschäftsmann, erklärte es so: Das Geld würde in Sparstrümpfen zu Hause aufbewahrt und seiner Rolle als Tauschvermittler entzogen, bekäme man dafür nicht auf dem Sparbuch seine Zinsen.
Die Bank verleihe das Geld an Kreditbedürftige und so erhielte sie Zinsen.
Nehmen wir an, jemand betreibt ein Geschäft, dieses spielt seine Lebenshaltungskosten herein, nicht aber seine Miete. In der Hoffnung auf bessere Zeiten lässt er sich darauf ein Schulden zu machen und zahlt damit die Miete von 1000 Euro. Der Vermieter gibt das Geld auf die Bank. Diese verleiht es wieder dem Mieter, der gibt es dem Vermieter, der es auf die Bank trägt, dieser verleiht es dem Mieter usw. Beim Vermieter wachsen die Spareinlagen, beim Mieter die Schulden. Nach 10 Monaten stehen 10 000 Euro Sparguthaben 10 000 Euro Schulden gegenüber. Nun will der Vermieter sich eine neue Küche kaufen, und sein Geld abheben. Die Bank stellt den Kredit fällig. Der Schuldner kann nicht zahlen. Das ist aber kein Problem, denn um Kredit zu erhalten, hat er seinen Privatparkplatz verpfändet. Dieser wird nun verkauft, und die Bank hat das Geld um es dem Sparer zu geben.
Unschönes Detail: Der Parkplatz gehört jetzt der Bank, die keine realwirtschaftliche Leistung dafür erbracht hat, und die ihn vor allem nicht braucht. Der ehemalige Besitzer, der ihn braucht hat ihn nicht mehr. Ist das Wirtschaften? Unter Wirtschaft stelle ich mir die Verteilung von Gütern vor, so dass jeder bekommt was er braucht. Der Parkplatz stand doch gar nicht zum Verkauf. Er war doch nicht Handelsware. Er sollte also auch nicht in den Handel hinein gezogen werden. In Versuchsmodell 3 wird nur die Handelsware zum Pfandobjekt. Das ist wesentlich fairer und eleganter.
Aber das kann ja nicht der Grund sein, warum multiple Geldschöpfung verboten wurde. Oder ist, was ich beschrieben habe keine multiple Geldschöpfung und damit ohnehin noch das Geschäft der Banken?
Liegen unsere heutigen Probleme vielleicht gar nicht in dieser multiplen Geldschöpfung, sondern darin, dass die Sparer durch den Zinseszinseffekt so reich werden, dass die Banken auf der anderen Seite nicht mehr wissen, wo sie noch Kreditnehmer mit ausreichender Deckung durch Pfandgut hernehmen sollen?
Wer Besitz hat braucht meist keinen Kredit, denn er kann einen Teil seines Besitzes verkaufen. Und wer keinen Besitz hat, bekommt keinen Kredit, und wenn er einen bekommt, kann er ihn oft nicht tilgen. Liegt darin die Wurzel der Bankenkrise, die ja eine Kreditausfallkrise ist? Das Geld landet bei den Reichen, und damit bleibt der Konsum aus, und die Wirtschaft stockt. Bedarf also jedes Geldsystem eines Umverteilungsmechanismus von reich zu arm?
Eine Bank war für mich früher eine Institution, die schaut, dass das Geld in Umlauf bleibt. Mein Vater, ein Geschäftsmann, erklärte es so: Das Geld würde in Sparstrümpfen zu Hause aufbewahrt und seiner Rolle als Tauschvermittler entzogen, bekäme man dafür nicht auf dem Sparbuch seine Zinsen.
Die Bank verleihe das Geld an Kreditbedürftige und so erhielte sie Zinsen.
Nehmen wir an, jemand betreibt ein Geschäft, dieses spielt seine Lebenshaltungskosten herein, nicht aber seine Miete. In der Hoffnung auf bessere Zeiten lässt er sich darauf ein Schulden zu machen und zahlt damit die Miete von 1000 Euro. Der Vermieter gibt das Geld auf die Bank. Diese verleiht es wieder dem Mieter, der gibt es dem Vermieter, der es auf die Bank trägt, dieser verleiht es dem Mieter usw. Beim Vermieter wachsen die Spareinlagen, beim Mieter die Schulden. Nach 10 Monaten stehen 10 000 Euro Sparguthaben 10 000 Euro Schulden gegenüber. Nun will der Vermieter sich eine neue Küche kaufen, und sein Geld abheben. Die Bank stellt den Kredit fällig. Der Schuldner kann nicht zahlen. Das ist aber kein Problem, denn um Kredit zu erhalten, hat er seinen Privatparkplatz verpfändet. Dieser wird nun verkauft, und die Bank hat das Geld um es dem Sparer zu geben.
Unschönes Detail: Der Parkplatz gehört jetzt der Bank, die keine realwirtschaftliche Leistung dafür erbracht hat, und die ihn vor allem nicht braucht. Der ehemalige Besitzer, der ihn braucht hat ihn nicht mehr. Ist das Wirtschaften? Unter Wirtschaft stelle ich mir die Verteilung von Gütern vor, so dass jeder bekommt was er braucht. Der Parkplatz stand doch gar nicht zum Verkauf. Er war doch nicht Handelsware. Er sollte also auch nicht in den Handel hinein gezogen werden. In Versuchsmodell 3 wird nur die Handelsware zum Pfandobjekt. Das ist wesentlich fairer und eleganter.
Aber das kann ja nicht der Grund sein, warum multiple Geldschöpfung verboten wurde. Oder ist, was ich beschrieben habe keine multiple Geldschöpfung und damit ohnehin noch das Geschäft der Banken?
Liegen unsere heutigen Probleme vielleicht gar nicht in dieser multiplen Geldschöpfung, sondern darin, dass die Sparer durch den Zinseszinseffekt so reich werden, dass die Banken auf der anderen Seite nicht mehr wissen, wo sie noch Kreditnehmer mit ausreichender Deckung durch Pfandgut hernehmen sollen?
Wer Besitz hat braucht meist keinen Kredit, denn er kann einen Teil seines Besitzes verkaufen. Und wer keinen Besitz hat, bekommt keinen Kredit, und wenn er einen bekommt, kann er ihn oft nicht tilgen. Liegt darin die Wurzel der Bankenkrise, die ja eine Kreditausfallkrise ist? Das Geld landet bei den Reichen, und damit bleibt der Konsum aus, und die Wirtschaft stockt. Bedarf also jedes Geldsystem eines Umverteilungsmechanismus von reich zu arm?