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Normale Version: Wie arbeitet das Geld der Sparer?
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Ihr kennt diesen Spruch: "Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten."
Eine Bank war für mich früher eine Institution, die schaut, dass das Geld in Umlauf bleibt. Mein Vater, ein Geschäftsmann, erklärte es so: Das Geld würde in Sparstrümpfen zu Hause aufbewahrt und seiner Rolle als Tauschvermittler entzogen, bekäme man dafür nicht auf dem Sparbuch seine Zinsen.
Die Bank verleihe das Geld an Kreditbedürftige und so erhielte sie Zinsen.

Nehmen wir an, jemand betreibt ein Geschäft, dieses spielt seine Lebenshaltungskosten herein, nicht aber seine Miete. In der Hoffnung auf bessere Zeiten lässt er sich darauf ein Schulden zu machen und zahlt damit die Miete von 1000 Euro. Der Vermieter gibt das Geld auf die Bank. Diese verleiht es wieder dem Mieter, der gibt es dem Vermieter, der es auf die Bank trägt, dieser verleiht es dem Mieter usw. Beim Vermieter wachsen die Spareinlagen, beim Mieter die Schulden. Nach 10 Monaten stehen 10 000 Euro Sparguthaben 10 000 Euro Schulden gegenüber. Nun will der Vermieter sich eine neue Küche kaufen, und sein Geld abheben. Die Bank stellt den Kredit fällig. Der Schuldner kann nicht zahlen. Das ist aber kein Problem, denn um Kredit zu erhalten, hat er seinen Privatparkplatz verpfändet. Dieser wird nun verkauft, und die Bank hat das Geld um es dem Sparer zu geben.
Unschönes Detail: Der Parkplatz gehört jetzt der Bank, die keine realwirtschaftliche Leistung dafür erbracht hat, und die ihn vor allem nicht braucht. Der ehemalige Besitzer, der ihn braucht hat ihn nicht mehr. Ist das Wirtschaften? Unter Wirtschaft stelle ich mir die Verteilung von Gütern vor, so dass jeder bekommt was er braucht. Der Parkplatz stand doch gar nicht zum Verkauf. Er war doch nicht Handelsware. Er sollte also auch nicht in den Handel hinein gezogen werden. In Versuchsmodell 3 wird nur die Handelsware zum Pfandobjekt. Das ist wesentlich fairer und eleganter.

Aber das kann ja nicht der Grund sein, warum multiple Geldschöpfung verboten wurde. Oder ist, was ich beschrieben habe keine multiple Geldschöpfung und damit ohnehin noch das Geschäft der Banken?

Liegen unsere heutigen Probleme vielleicht gar nicht in dieser multiplen Geldschöpfung, sondern darin, dass die Sparer durch den Zinseszinseffekt so reich werden, dass die Banken auf der anderen Seite nicht mehr wissen, wo sie noch Kreditnehmer mit ausreichender Deckung durch Pfandgut hernehmen sollen?
Wer Besitz hat braucht meist keinen Kredit, denn er kann einen Teil seines Besitzes verkaufen. Und wer keinen Besitz hat, bekommt keinen Kredit, und wenn er einen bekommt, kann er ihn oft nicht tilgen. Liegt darin die Wurzel der Bankenkrise, die ja eine Kreditausfallkrise ist? Das Geld landet bei den Reichen, und damit bleibt der Konsum aus, und die Wirtschaft stockt. Bedarf also jedes Geldsystem eines Umverteilungsmechanismus von reich zu arm?
Herr Buschbeck schrieb in einem anderen Forum:
Zitat:Ich möchte damit den Staatsschulden nicht das Wort reden, nur sind sie inländisch eben kein Problem, die Bürger sind bei sich selbst verschuldet, weil ihnen die Konsumfreude fehlt und der Staat dies übernehmen muss, besser als wegen emotional schwer verdaulichen Minuszinsen Magenkrebs bekommen.

Wenn ich dies richtig verstehe, so ist die Bank letztlich dazu gezwungen mit dem Geld der Sparer Staatsanleihen zu kaufen, wenn sich in der Privatwirtschaft keine "freiwilligen" Schuldner mit ausreichenden Sicherheiten auftreiben lassen. Sie muss ja das Geld einer "Arbeit" zuführen, damit die Zinsen verdient werden könnten, die der Sparer erwartet. Aber warum sollte der Staat sich dauernd verschulden wollen? Alle Staaten machen es, das sehen wir. Die Schuldenkurve wächst parallel zu den Spareinlagen auf den Banken. Aber gibt es eine Notwendigkeit aus der Sicht des Staates sich zu verschulden. Wieso beschreibt die Schuldenkurve aller Staaten eine schöne Wachstumskurve?
Aber ist denn überhaupt das Geld der Sparer Schuld an der heutigen Situation? Ich sehe das Problem eher im Wertpapiermarkt. Um zu zeigen warum, will ich eine überspitze Darstellung dieses Marktes in Form eines Beispiels geben:

Ein Freund tut mir einen Gefallen, und ich stehe nun in seiner Schuld, also gebe ich ihm einen Gutschein auf ein Buch, das ich gerade nicht mit habe. Der Freund denkt sich, der Gutschein ist doch etwas wert, also gibt er einen Gutschein auf den Gutschein heraus, und reicht ihn weiter. Der nächste gibt einen Gutschein auf den Gutschein auf den Gutschein weiter. Alle haben noch ihre Gutscheine. Die Bank deklariert diese als Wertpapier und gibt jedem von ihnen 12 Euro dafür. Nun gehen sie alle zu mir und wollen jeder ein Buch kaufen. Aber ich habe nur ein Buch, und dieses darf ich eigentlich nicht hergeben, da ich ja weiß, dass jemand einen Gutschein darauf noch nicht eingelöst hat!

Wir sehen: Der Wertpapiermarkt kann durch das Versprechen auf ein Versprechen auf ein Ver....beliebig viele Werte produzieren, obwohl sie in der Realwirtschaft gar nicht existieren. So gut verkettete Versprechen auch gesichert sind, sie sind viele, aber beziehen sich nur auf ein einziges Ausgangsprodukt. Das Geld jedoch wird vervielfacht. Und wenn dann die Geldschwemme aus dem Wertpapiermarkt nach realen Anlagen sucht, weil das Vertrauen auf die Versprechen schwindet, dann wird das Land arm gekauft. Ressourcen und Land landen in den Händen von Leuten, die für Ihr Geld keine realwitschaftliche Tätigkeit gemacht haben, und die real Wirtschaftenden sind deren Sklaven.
Dies ist der Grund, warum es in Versuchsmodell 3 kein Geld auf bloße Versprechen geben soll. Es muss warengedeckt sein, denn Bedürfnisse lassen sich nur durch Waren befriedigen. Oder durch Liebe, aber die ist kein Handelsprodukt.
Das Geld der Sparer sind die Staatsschulden.
Nur hat die Bank keine Staatssschulden mit dem Geld der Sparer gekauft.
sondern
Die Staatsschulden haben das Geld in die Welt gesetzt, das der Sparer jetzt nur in den illiquiden Zustand versetzt hat.

Mit dem "Geld der Sparer" kann die Bank gar nichts kaufen. Das Geld der Sparer ist das Geld selbst.
Was passiert beim Entsparen? Das Geld der Sparer ist immer noch das Geld der Sparer, nur nicht mehr in dem Zustand "gespart". Der Wechsel zwischen Giralgeld und eingfrorerenem Giralgeld (=gespart) ist für die Bank nur der Unterschied zwischen keine Kosten und Kosten. Durch Sparen verändert sich nichts an der Kassenlage der Bank, und wenn etwas gleich bleibt, ist vor dem Sparen und nach dem Sparen nicht ein cent mehr "zum Kreditvergeben" vorhanden als nach dem Sparen.

= Geld der Sparer existiert gar nicht, es ist ein Glaube. Das Geld der Sparer ist nur Giralgeld ohne die Eigenschaft "sofort verfügbar". Der Glaube ist transporiert aus dem System vor dem Giralgeld, zu dieser Zeit war das Geld der Sparer tatsächlich mal in der Kasse.

Warum Banken so geil daruf sind, ihre Kosten durch Geldanlagen von Null wegzubringen, ist ein Geheimnis der Bänker, die glauben tatsächlich, das die Zinsen der Bank nichts kosten, das Giralgeld dagegen ( das wirklich NICHTS kostet) dafür so teuer sei.
Ich bezeichne diese Art und Weise der Kosten schaffen um jeden Preis als vollkommen dämlich. Manchmal frage ich mich, ob Bänker wirklich wissen, wie ihr Geschäft läuft.
Warum Banken so geil daruf sind ??????

Also da muss es noch etwas geben. Es kann nicht sein, dass die Bank von dem Geld der Sparer nicht profitiert. Warum sollte sie darauf einen Zins geben. Wenn die Dinge so liegen, wie du das darstellst, sagt sie: Lasst es zu Hause, ich will es nicht.
Für die Geldschöpfung braucht es keine Sparer, im Buchungssatz

"Forderung an Sichtguthaben" kommt kein Sparer vor.

ABER

Die Geldschöpfung ohne Zentralbankgeld(bis auf Mindestreservesatz und eh begrenzt durch EK-Vorschriften) funktioniert ja nur, solange sie gleichmäßig von allen Banken betrieben wird und keine größeren Überweisungs-Salden für eine Bank entstehen. Deswegen stehen die Banken trotzdem im Wettbewerb um den Sparer -um NACH der Geldschöpfung den Abfluss des Geschöpften einzudämmen. deswegen ist eine Bank auch "ratzfatz" Pleite wenn Sie "ins Gerede" kommt - sie wird durch Überweisungs - Abfluss knappen Zentralbankgeldes illiquide in Zentralbankgeld, welches ihr dann auch nicht mehr von anderen Banken geliehen wird.
Wieso werben Banken um Sparer? Weil sie einerseits an das Bargeld kommen wollen, das sie für die Geldschöpfung bei der EZB hinterlegen müssen. Andererseits weil sie den Sparern eventuell weniger Zinsen zahlen müssen als beim Interbankenhandel?!
"Aber warum sollte der Staat sich dauernd verschulden wollen?"

weil er sonst noch mehr Schulden durch Einnahmeausfälle bekommt - sobald die Staaten keine Schulden mehr machen wollen, explodieren diese Staats-Schulden erst richtig - "Der liebe Gott ist eben ein Witzbold und liebt es, seine Geschöpfe mit Paradoxien zu necken ..."

http://www.global-change-2009.com/blog/s...m/2011/11/

http://www.global-change-2009.com/blog/g...l/2011/08/
Es ist nunmal so, das weise ich eindeutig in den nächsten Tagen an ein paar Darstellungen nach.

Jetzt erst mal die Herleitung des Glaubens:
Doch woher kommt der Irrglaube, das eine Bank glaubt, dass ihr das Geld der Sparer zur Verfügung steht?
- der stammt aus der Bargeldzeit, als es noch KEIN Giralgeld gab. (DAS IST DER UNTERSCHIED von früher zu heute!!!)
- alles Geld ist von außen zugeführt geworden = Geld war einfach da
- es kann nur Bargeld gespart werden, das dann in der Kasse liegt
- es wird nur ein Vorgang betrachtet, die Gegenbuchung wird ignoriert
- es werden nur kleine Banken betrachtet mit einem Bilanzvolumen kleiner als 3 Mrd Euro
- es wird nur eine Bank betrachtet, die aus ihrer Umgebung vollkommen isoliert betrachtet wird
- der Sparer bringt Beargeld zur Bank

Und nun wie es heute läuft in Worten.
also wenn ich 10.000 Euro Giralgeld mit einem Kredit erzeuge (es entsteht nichts in den Kassen!). Diese 10.000 Euro dem Manfred überweise, dann sind die 10.000 immer noch der Kredit. Die Bank hat auf die 10.000 volle Kreditzinseinnahmen. Das Giralgeld kostet die Bank nichts (wegen der Rückverzinsung der notwendigen Mindestreserve) = keine Kosten.
Die 10.000 vom Manfred sind eine "Schuld" der Bank. Nun spart Manfred 10.000, er kauft Bankschuldverschreibungen. Die Bank bucht die 10.000 Giralgeld aus (= immer noch der Kredit, war eine "Schuld" der Bank) und bucht 10.000 in Bankschuldverschreibungen mit Zinsen! Das Giralgeld (das NICHTS gekostet hat) ist nun in den Bankschuldverschreibungen (das Zinsen kostet). Geld ist der Bank nicht zugeflossen, das Giralgeld war das Geld, das jetzt in den Bankschuldverschreibungen dokumentiert ist, dem immer noch mein Kredit über 10.000 gegenübersteht.
Vorher volle Kreditzinseinnahmen, jetzt: Einnahmenredutzierung: Kreditzinsen minus Zinsen Bankschuldverschreibungen. Ich bezeichne das als total bescheuert!

Manfred löst seine Bankschuldverschreibungen wieder auf, in dem die an die Bank verkauft werden. Die Bank zahlt nun "zurück" mit dem Buchen von 10.000 Giralgeld, (das stammt immer noch aus dem Kredit).
Ich kann doch nichts dafür, dass immer noch die alte Geldwelt den Bänkern beigebracht wird. Die ersten die es gemerkt haben sind die Bundesbänker (einige wenige) und die GLS-Bank (???) Ja, die hat nämlich so gut wie keine Geldanlagen sondern nur Giralgeld, die legen sich doch nicht Kosten zu, die die gar nicht haben müssen.

Auch die alte Welt kann man in Darstellungen abbliden, nur haben die schon seit ca. 1960/1970 keine Gültigkeit mehr. In diesen Darstellungen fehlt das Giralgeld, dafür existiert "Geld im Umlauf".
An diesem Beispiel zeigt sich mal wieder deutlich, wie intensiv die "Uraltgeschichten" in das heutige Denken eingreifen.
Wenn Manfred seinen Vater zitiert: "Mein Vater, ein Geschäftsmann, erklärte es so: Das Geld würde in Sparstrümpfen zu Hause aufbewahrt und seiner Rolle als Tauschvermittler entzogen, bekäme man dafür nicht auf dem Sparbuch seine Zinsen.
Die Bank verleihe das Geld an Kreditbedürftige und so erhielte sie Zinsen."

Das sind Annekdoten aus einer Zeit, die mit dem heutigen Geldwesen absolut nichts mehr zu tun haben. Das Bargeld mit einem Anteil von deutlich unter 5% am Sichtvermögen spielt keine Rolle mehr! Buchhaltung und Computer sind die Ursachen für den Mißstand, der Faktor Zeit und Zeitgewinn ein weiterer.
Auch wenn manche ihn nicht mögen, aber der Film " Fabian der Goldschmied" gibt ein reales Bild der Entwicklung wieder.
http://video.google.de/videoplay?docid=-...8218048195
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